Parenteralia Self Assessement Tool (PSAT)

Im Bewusstsein, dass Parenteralia Risikomedikamente sind, wurde ein Tool erarbeitet, das hilft, Risiken und Verbesserungspotential im Umgang mit Parenteralia zu erkennen und Massnahmen einzuleiten.

Die Resultate

Das nationale Rollout (siehe weiter unten: Eine Risikobewertung in 9 Schritten) wurde im November 2014 gestartet. Bis im Februar 2016 wurden 18 ausgefüllte Tools retourniert. Diese gesamtschweizerischen Daten wurden im Rahmen von zwei Masterarbeiten analysiert.

Die erste Masterarbeit (2015) beinhaltete einerseits die Durchführung der Risikobewertung in 9 Schritten im Luzerner Kantonsspital sowie eine erste Auswertung der bis dahin erhaltenen gesamtschweizerischen Daten mit dem Ziel, erste nationale Hotspots zu identifizieren.

Masterarbeit 2015
Poster der Masterarbeit, das am GSASA Kongress 2015 präsentiert wurde

Die zweite Masterarbeit (2016) umfasste eine erweiterte Analyse der Daten sowie eine systematische Literaturrecherche und die Befragung von Spitälern nach praxisbewährten Lösungsansätzen, um möglichst evidenzbasierte Interventionen zur Behebung der identifizierten Hotspots vorzuschlagen. Zusätzlich war die Problematik der fehlenden einheitlichen Definition von parenteralen Hochrisikomedikamenten in der Schweiz adressiert worden.

Masterarbeit 2016    
Liste parenteraler Hochrisikomedikamente   
Risiko-Einschätzungsmatrix parenterale Medikamente     
PowerPoint Präsentation: nationale Hotspots und mögliche Interventionen
 

Das Tool: Eine Risikobewertung in 9 Schritten - Die Dokumente

Parenteralia Self Assessment Tool (PSAT)

Klicken Sie auf die Grafik rechts um den Ablauf in 9 Schritten anzuzeigen.

Begleitdokumente:
Studienprotokoll, das den genauen Ablauf der Studie beschreibt
Checkliste z.H. Projektleiter zur Anwendung des Tools
Checkliste z.H. Projektleiter für die mündliche Einführung
Excel-Tabelle für die Auswertung der Daten

Zip-Ordner zum Download en bloc aller 5 Dokumente
Bei Fragen stehen Ihnen Carla Meyer-Masetti ( carla.meyer@unibas.ch ) und Susanna Kussmann (susanna.kussmann@gsasa.ch) gerne zur Verfügung.

Die geleisteten Vorarbeiten:

Entstehung des Tools

Das Ressort Qualität und Sicherheit der GSASA hat national und international anerkannte Guidelines konsultiert. Aus diesen Guidelines wurden die für die Parenteralia relevanten Punkte extrahiert, priorisiert und den einzelnen Prozessen zugeordnet. Entstanden sind acht Prozesse mit 52 Kriterien, die unter Berücksichtigung der nationalen Gegebenheiten erarbeitet wurden. Die erste Version wurde den Chefapothekern zur Vernehmlassung vorgelegt, das Feedback wurde im Ressort besprochen und Korrekturen angebracht.

Praxistauglichkeit des Tools

Im Rahmen einer Masterarbeit wurde das Tool auf 3 Stationen eines Spitals auf die Praxistauglichkeit geprüft. Es wurden Erläuterungen formuliert, um eine möglichst einheitliche Interpretation der Fragen zu erreichen.

Das Tool soll einerseits den einzelnen Spitälern die Möglichkeit geben, Qualitätslücken aufzuspüren, andererseits möchte die AG Qualität und Sicherheit alle Daten gesamtschweizerisch zusammentragen und nach nationalen „Hot spots“ analysieren. Dazu wurde ein Protokoll erarbeitet, um das Tool in den verschiedenen Spitälern der Schweiz in gleicher Weise zum Einsatz zu bringen, damit die Daten hinterher miteinander vergleichbar sind.

Biotest als Projektpartner

Dank der Unterstützung durch die Firma Biotest kann die Fertigstellung aller Dokumente zügig erfolgen und das nationale Roll-out finanziert werden.