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Verhandlungen zur Umsetzung des KVV Artikel 71a und 71b: Das Modell Roche

Der Vertrag zwischen der Firma Roche Pharma (Schweiz) und den Krankenversicherer berücksichtigt eine/n

  • „Normalen“ Warenfluss = Qualität und Sicherheit ist gewährleistet
  • «Normale» Abrechnung zwischen Leistungserbringer und Krankenversicherer
  • Rückzahlungsfluss nur zwischen Krankenversicherer und Industrie

KVV 71 – Idealer Bestell- & Distributionsweg (Präsentation des Modells "Roche")

Mit folgenden Krankenversicherern konnten bislang Verträge gemäss "Modell Roche" abgeschlossen werden:

Helsana: Update per 1. Juli 2013
Sanitas: 1. Februar 2013
KPT: 1. Februar 2013
Visana: 1. Mai 2013
CSS: 1. Februar 2014
Concordia: 1. September 2014
Swica: 1. September 2015

Hintergrund :

Art. 71 a) und b) KVV wurde eingeführt, um Patienten den Zugang zu Medikamenten zu ermöglichen, auch wenn diese (noch) nicht oder erst für andere Indikationen krankenkassenzulässig sind. Der Artikel regelt die Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Ziel dieser Gesetzestexte ist die Versorgungs- und Abgeltungssicherheit für die Patienten zu erhöhen Vorgaben für den Finanzbereich bzw. den Finanzfluss einer Therapie zu definieren, die bislang von den Versicherern nicht obligatorisch übernommen wurde (off label use, off-limitation-use, hors-list, unlicensed, orphan-drug, orphan indication) Kosten für das Gesundheitswesen zu sparen und nicht Kosten zu generieren.

Bei der Umsetzung in den Spitälern kam es aber sehr schnell zu Problemen. Es sind primär logistische Probleme (Wareneingang ohne Bestellnachweis, keine Gewährung der Kühlkette, keine Nachverfolgung der Lagerhaltung etc.), die Auswirkungen auf die Qualität der Arzneimittel und damit auf die Patientensicherheit haben. Ausserdem entstehen auch direkte oder indirekte finanzielle Verluste in der Spitalapotheke.
Als Vertreter der GSASA verhandelt Richard Egger mit den Krankenkassen und der Pharmaindustrie. Ziel ist es, eine möglichst einfache Lösung zu finden. Diese sollte idealerweise dem Routine-Logistikprozess des Medikamentenflusses in den Spitälern entsprechen. Die betroffenen Medikamente sollen normal bestellt, aus ihren regulären Lagern ausgeliefert und dem Versicherer als Standardabrechnung gemäss SL ausgestellt werden. Der Versicherer fordert anschliessend bei den Pharmafirmen gemäss ihren bilateralen Verträgen eine Rückzahlung ein.